BRESPA®-Decken - Produktion

Beton ist der ideale Baustoff für Decken, weil er gleichermaßen Schallschutz, Brandschutz, Dauerhaftigkeit und Formbarkeit sowie eine hohe Druckfestigkeit bei geringen Materialkosten bietet.

Was dem Beton fehlt, ist die zuverlässig ausnutzbare Zugfestigkeit. Zugspannungen können zwar durch in den Beton eingelegte Stähle aufgenommen werden, aber wegen der starken Dehnungsfähigkeit des Stahles reißt der Beton unter Biegebeanspruchung auf und es gibt große Durchbiegungen. Diesen wird normalerweise durch größere Deckendicken entgegengewirkt. Unter Baustellenbedingungen ist das traditionell die einfachste und bei kleinen Stützweiten manchmal auch die billigste Methode.

 

Wenn man jedoch unter werkmässigen Bedingungen den Beton formen, verdichten und vorspannen kann, läßt sich bei gleichen Beton- und Stahlmassen ein Vielfaches an Tragfähigkeit erzielen. Anstatt auf Baustellen unter oft widrigen Umständen durch manuelles Einschalen, Bewehren, Betonieren, Nachbehandeln, Warten und Ausschalen immer wieder einen Prototyp von Decke herzustellen, wird im Betonwerk unter beherrschten Bedingungen witterungsunabhängig und mit immer den gleichen Maschinen, Rohstoffen, Arbeitsprozessen und Mitarbeitern ein industrielles Deckenprodukt erzeugt.

Kernstück dieser Produktionsweise sind Maschinen, die als Gleitfertiger oder als Extruder in ihrem Einwirkungsbereich einen "erdfeuchten" Frischbeton plastifizieren, zu einem Hohlplattenstrang formen und perfekt verdichten, so dass das Material gleich hinter dem Fertiger formstabil "steht" und erhärten kann.

Es hat sich gezeigt, dass der maschinell so hergestellte Beton über eine zuverlässig gleichmässige Zugfestigkeit verfügt. Die Spannstähle verankern sich darin im sofortigen Verbund ohne zusätzliche Verankerungskörper oder "Spaltzugbewehrungen". Nachdem der Betonstrang die erforderliche Frühfestigkeit erreicht hat, werden Beton und Spannbewehrung mit Diamantsägen auf die benötigten Plattenlängen gesägt. In diesem Moment muss der junge, noch nicht vollständig ausgehärtete Beton über seine Zugfestigkeit die von der Verankerung herrührenden Ringzugspannungen aufnehmen können.

Der Rest des Fertigungsprozesses ist übliche Betonwerksroutine: Ausgeklügelte Betonrezepte, hohe Gleichmässigkeit der Zuschläge, Bindemittel, w/z Werte, Temperaturen, Verarbeitungzeiten, Sauberkeit der Stahlschalungen, Präzision der Bewehrungslagen und Betonabmessungen und durch rationalisierte Handhabung der Fertigteile und gute Mitarbeiter.

Film über die Herstellung (7 Minuten)

Die Herstellung von Spannbeton-Fertigdecken ist im wahrsten Sinne des Wortes eine sehr spannende Angelegenheit. Das Filmteam hat einige Tage im Werk BRESPA® Schneverdingen gedreht und einen 7-minütigen Film daraus zusammengeschnitten.