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Neue Software zur Ermittlung der Schallübertragung

Mai 2016

Mit dem voraussichtlichen Inkrafttreten der neuen DIN 4109 im Sommer dieses Jahres wird auch das Berechnungsverfahren zur Ermittlung der horizontalen und vertikalen Schallübertragung neu geregelt.

Konnten bislang viele Werte aus Tabellen der DIN 4109 abgelesen und interpoliert werden, so sind jetzt detaillierte Materialienangaben erforderlich, um die 13 Schallübertragungswege über die Wohnungstrennwände, Wohnungstrenndecken und über die vier flankierenden Wände zu ermitteln und daraus letztendlich die horizontalen und vertikalen Schallübertragungswerte R‘w und L‘n,w zu berechnen.

 

Mit Unterstützung der MFPA Leipzig hat DW SYSTEMBAU auf Basis der E-DIN 4109 ein Vorbemessungsprogramm für den Geschosswohnungsbau entwickelt, mit dem Bauherren, Architekten und Fachplaner frühzeitig überprüfen können, welche Schallschutzqualitäten mit den gewählten Wand- und Deckenkonstruktionen zu erreichen sind bzw. an welchen „Stellschrauben“ es sich lohnt zu drehen, um die angestrebten Schalldämmwerte zu erreichen.

Zum Programm geht es hier.

Im Rahmen dieser Softwareentwicklungen wurden an der MFPA Leipzig Längsschalluntersuchungen an Massivdecken und Hohldecken vorgenommen. Als Ergebnis kann man feststellen, dass Massivdecken in gleicher Deckenstärke aufgrund ihrer höheren Masse bessere Werte erreichen als Spannbeton-Fertigdecken, dass aber Spannbeton-Fertigdecken während der Prüfung deutlich höhere Stoßstellendämmwerte erzielt haben, als es die E DIN 4109 vorgibt. Diese Werte sind in das neue Vorbemessungsprogram eingeflossen.
Die Messresultate liefern außerdem keine Anhaltspunkte, das Rechenverfahren der neuen DIN 4109 anzuzweifeln, welches keine Unterschiede zwischen gleich schweren Massivdecken und Hohldecken macht.

Den ganzen Fachartikel finden Sie hier.

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Dipl.-Ing. Hartmut Fach

Architekt / Leiter Öffentlichkeitsarbeit