Statt Ortbeton und Filigran: Spannbeton-Fertigteildecken

Beton – nicht schwarz, nicht weiß – eben grau

Stahlbeton galt lange Zeit als Alleskönner und „Wunderwaffe“ auch für schwierigste Bauaufgaben. Als sauberes Naturprodukt über alle Zweifel erhaben. Allein über die Optik ließ sich streiten, was man aber auch auf die schlechte Architektur abwälzen konnte.

Von Menschen verursachte Treibhausegase (CO2) 2017

Vom Saulus zum Paulus

Seit einigen Jahren steht Zement und damit Beton aus ökologischer Sicht in der Kritik. Bei der Zementherstellung werden Unmengen an CO2 frei. 6%-8% aller menschlich verursachten Treibhausgase, die für den Temperaturanstieg und den damit einhergehenden Klimawandel hauptverantwortlich sind, stammen aus der Zementproduktion.

Mit den ca. 3 Mrd. t CO2 2017 wäre die Zementindustrie, reiht man sie in das weltweite Länderranking mit ein, nach China und den USA auf Platz 3 der Umweltsünder bezüglich Treibhausgase.

Wenn man das weiß, stellt sich doch die Frage, warum Beton trotzdem so viel eingesetzt wird und weltweit der meistverkaufte Baustoff ist?

Was macht Beton trotzdem so unwiderstehlich?

Es sind die vielen unterschiedlichen Produkteigenschaften, die Beton von allen anderen Materialien unterscheidet:

Tragfähigkeit, Brand- und Schallschutz, Formbarkeit, Dauerhaftigkeit und seine Wirtschaftlichkeit, um die wichtigsten Stärken zu nennen.

Wir können also bei vielen Bauaufgaben nicht auf Beton verzichten, wir können nur versuchen, ihn sauberer zu produzieren – da sind die Hersteller in der Pflicht - und ihn intelligent und ressourcenschonend einzusetzen – das ist die Aufgabe aller am Bau Beteiligten.

Wenn Beton, dann Betonfertigteile

Und dann sind wir automatisch bei materialeinsparenden Betonfertigteilen, die in Werken witterungsunabhängig, kontrolliert und mit modernster Fertigungstechnik hergestellt werden und die zweifelsohne unübersehbare Vorteile gegenüber dem Transportbeton vorzuweisen haben.

Hier kommen Sie zur Umweltbilanzierung der unterschiedlichen Betondeckensysteme.

Vorteile der industriellen Fertigung für Betonfertigteile

Das beginnt mit der industriellen Fertigung an sich.

Durch die Möglichkeit, mit modernsten Maschinen und abgestimmten Geräten in geschlossenen Produktionsstätten deutlich höhere Betongüten als auf Baustellen herzustellen, wird das Material effizienter eingesetzt und besser ausgenutzt, damit werden die Bauteile schlanker, was nicht nur Beton einspart, sondern sich auch im Baukörper positiv auswirkt.

Treibhausgase (CO2) bei den unterschiedlichen Deckensystemen Ortbeton (grau), Cobiax (grün) und BRESPA-Decken (blau)


Vorteile der Betonfertigteile für die Umwelt

Außerdem können Herstellungsverfahren genutzt werden, wie bei den Spannbeton-Fertigdecken oder bei den Unterzügen die Vorspanntechnik, die auf Baustellen unmöglich sind und mit denen weitere Materialeinsparungen erreicht werden.

Reduzierungen bei den Emissionswerten beschränken sich nicht nur auf CO2, es geht dabei auch um Lärm- und Staubemissionen.

Geschlossene Produktionskreisläufe und kontinuierliche Qualitätsprüfungen in den Werken senken zusätzlich die Abfall- und Ausschussquoten.

Vorteile der Betonfertigteile für die Bauphase

Auch in der Bauphase auf den Baustellen haben Betonfertigteile eindeutig die besseren Argumente als Ortbeton. Und die beschränken sich nicht alleine auf produktabhängige Vorteile wie kurze Bauzeiten oder termingerechte Fertigstellung.

Es geht auch um das Problem mit qualifiziertem Personal auf den Baustellen, das sich immer schwieriger finden lässt. Montagebaustellen kommen mit deutlich weniger Arbeitskräften aus, die auch geringer qualifiziert sein können. Montagebaustellen erleichtern außerdem den Bauarbeitern ihre täglichen Arbeiten und schonen Ihre Gesundheit.

Das trifft auch für die Anwohner zu, die durch kürzere Bauzeiten weniger Lärm- und Staubemissionen ausgesetzt sind. Ganz zu schweigen von kürzeren Verkehrsbeeinträchtigungen bei innerstädtischen Baustellen.